Am Samstag, den 21. April 2012, trafen sich zum wiederholten Mal fast 70 Radfahrer, um auf die mangelnde Berücksichtigung von Fahrradfahrern bei der Verkehrsplanung in Erfurt aufmerksam zu machen.
„Critical Mass“ ist eine Bewegung die bundesweit auf die Belange von Radfahrern im Straßenverkehr aufmerksam machen will. Seit Herbst letzten Jahres gibt es eine solche Gruppe auch in Erfurt. Bereits zum vierten Mal traf sich die Gruppe am vergangenen Samstag, um 15:00 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz am Hauptbahnhof, um gemeinsam ein Zeichen gegen die mangelnde Berücksichtigung von Radlern sowie viele offenkundige Probleme in der Verkehrsplanung aufmerksam zu machen. Dabei verhalten sich die Teilnehmer stets StVO-konform.
Die Tour der fast 70 Teilnehmer führte diesmal vom Willy-Brandt-Platz zum Leipziger Platz, dann über die Magdeburger Allee zum Ilversgehofener Platz, weiter durch das Rieth zur Nordhäuser Straße und endete passender Weise beim Autofrühling am Domplatz.
Studenten, Rentner und Familien – die Teilnehmer der Critical Mass sind bunt durchmischt. Mit der einstündigen Tour will sich die Gruppe für mehr Rücksichtnahme für Radfahrer auf Erfurts Straßen einsetzten. Zudem ist eine zentrale Forderung der Gruppe, dass das Radwegenetz in Erfurt deutlich ausgebaut werden muss. Ein Beispiel dafür ist die Nordhäuser Straße: „Wer mit dem Fahrrad vom Domplatz zur Universität fahren will, hat schlechte Karten. Die Situation für Radler ist auf der Nordhäuser Straße teilweise verherrend. Gerade diese zentrale Erfurter Straße stellt eine der großen Gefahren für Fahrradfahrer in Erfurt dar.“ so ein Teilnehmer der Critical Mass.
Zudem wollen die Teilnehmer ein Zeichen setzen gegen zugeparkte Radwege, unübersichtliche Straßenkreuzungen, abrupt endende Radwege und mehr Sicherheit für Fahrradfahrer.



