Radfahren im Winter

„Umdenken beim Winterdienst in Erfurt: Künftig sollen auch Radwege …… geräumt werden.“ (eine Meldung der Zeitungsgruppe Thüringen vom 18.10.2018).
Na, werden die Hauptradrouten, wie schon lange gefordert endlich geräumt?
Wenn man dann noch im VEP Radverkehr nachschaut findet man auf Seite 55 unter Service den folgenden Satz: ‚Wichtige Radverkehrsverbindungen (das sind die definierten Hauptrouten – Stadtnetz) sollten gereinigt und im Winter vom Schnee befreit werden. Notwendig ist dazu die Berücksichtigung in Reinigungs- und Räumplänen des Fuhrbetriebes mit Einstufung der Räumzeit in eine hohe Prioritätsstufe.’
Einstimmig beschlossen durch den Erfurter Stadtrat am 26. November 2014

Na, werden die Hauptradrouten, wie schon lange gefordert endlich geräumt?

Nein. Gut, es werden jetzt u.U. Wege zu den Ortschaften geräumt.
Leider wurde etwas, was der Stadtrat 2014 beschlossen hat, bis heute nicht umgesetzt.
Deshalb radeln wir auch. Fahrt mit bei der nächsten CM Erfurt am 25.01.2019.

Radfahren im Winter

In Erfurt sind auffallend viele auch im Winter mit dem Rad unterwegs.
Warum dies so ist kann vielleicht jemand anderes erklären. Es hat mit Sicherheit mit der kompakten Stadt und dem Nahverkehr zu tun. Dies ist aber ein anderes Thema.

Liebe Autofahrer*innen,
– passt auf, demnächst werden mehr Rad Fahrende auf den Fahrbahnen unterwegs sein. Wenn es euch nicht passt, dann wendet euch an die Stadtverwaltung.
Haltet euch an die StVO. Darin ist klar geregelt, dass ihr bei schwierigen Straßenverkehrsverhältnissen der Sicherheitsabstand vergrößert werden musst. Dies gilbt beim Überholen und beim Hinterherfahren. Wir dürfen im Winter, wenn der Radweg nicht geräumt und die Fahrbahn geräumt ist auf dieser fahren. (Ausweichen wegen Schnee, Eis und Laub)
– denkt dran, dass unsere Beleuchtungsanlage immer noch mit Seitenläuferdynamo betrieben werden kann. Unser Licht darf sehr schwach sein. Fahrt also so langsam, dass ihr uns jederzeit sehen könnt. Denkt dran eurer Bremsweg ist im Winter oft noch viel länger.
– denkt dran wann ihr die Hupe nach StVO benutzen benutzten dürft. Wildes Rumgehupe gefährdet uns die Rad Fahrende. Wir kommen in Stress und dann wird es gefährlich für uns, da wir nicht wisse wie lang euer Bremsweg ist.

Liebe Rad Fahrende,
hier noch ein paar Tipps für uns:
– Abstand zu vorausfahrenden, zu Stehzeugen und Kanten-/Einbauten halten.
– Tempo der Situation anpassen.
– in Kurven weder treten noch bremsen, insbesondere bei fester Schneedecke und Glätte.
– lässt sich Bremsen nicht vermeiden, frühzeitig und maßvoll bremsen.
– auf Glatteis Lenkbewegungen vermeiden und ohne bremsen ausrollen.
– Mehr Halt auf der Fahrbahn: Luftdruck im Reifen etwas absenken.
– Wem es zu kippelig wird, kann auch den Sattel etwas absenken.

Ein Licht geht auf!

Die Critical Mass ist eine weltweite Bewegung, die auf die Belange von Radfahrenden aufmerksam machen will. Jetzt, Ende November findet die Lichter-Critical Mass in Erfurt statt. Die radfahrenden Teilnehmer werden sich mit schmückedem Extra-Licht aufstatten.
Mögen den anderen Verkehrsteilnehmenden, der Politik und den Verwaltungen ein Licht aufgehen zum Thema Radfahren in der Stadt..

Rad Fahrende ohne Licht?!

Mit der dunklere Jahreszeit wird wieder kolportiert, das so viele Rad Fahrende ohne Licht unterwegs seien. Man gewinnt sogar den Eindruck, dies die Mehrheit der Rad Fahrenden seien. In Diskussionen auf Facebook oder Twitter heißt es immer wieder: ‚Ich sehe so viel Radfahrer ohne Licht.’

Merke: Ohne Licht, aber doch gesehen worden.

Gleichzeitig häufen sich die Meldungen, dass z.B. ein Radfahrer von hinten auf einer Landstraße von einem KFZ angefahren wurde. In der Presse ist dann oft zu lesen: ‚Möglicherweise hatte das Fahrrad kein Licht.’
Zwei Meldungen zum gleichen Unfall jedoch mit unterschiedlichen Wortlaut / Überschrift:
Radfahrer bei Unfall schwer verletzt  /  B80: Radfahrer ohne Licht wird von Auto erfasst

Täter – Ofper

Oft wird die Täter und Opferrolle verschoben, denn in der StVO §3 steht u.a.:
(1) 2 Die Geschwindigkeit ist insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen. …..
4 Es darf nur so schnell gefahren werden, dass innerhalb der übersehbaren Strecke gehalten werden kann.
5 Auf Fahrbahnen, die so schmal sind, dass dort entgegenkommende Fahrzeuge gefährdet werden könnten, muss jedoch so langsam gefahren werden, dass mindestens innerhalb der Hälfte der übersehbaren Strecke gehalten werden kann.’
Da ist es geregelt. Wo liegt dann die Schuld beim Radfahrer.

Fahre mit Licht und Reflektoren

nicht nur bei der nächsten CM Erfurt.
Natürlich nerven Rad Fahrende ohne Licht. Jeder sollte mit den in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung StVZO vorgeschriebenen Einrichtungen unterwegs sein.  Wahrscheinlich ist es im Dunkel wirklich gefährlicher ohne Licht vor allem ohne Reflektoren unterwegs zu sein. Eine Statistik zu Unfällen ohne diese Einrichtungen (Licht/Reflektoren) gibt es nach unserer Kenntnis nicht.

Mitfahrende: Baut Euch Licht ans Fahrrad: Lichterketten, Kerzen, Blinkis, Speichenlichter etc.

Zu guter letzt

Übrigens, der  ADFC Erfurt hat sich in der letzten Zeit zum Thema gemacht, dass Poller an Wegen für Radfahrende etwas Reflektierendes aufweisen müssen. Sprüche die man dann hört sind in etwa so: ‚Rad Fahrende dürfen nur so schnell Fahren, dass sie jederzeit anhalten oder ausweichen können. Warum sollen wir die Poller markieren.’ Weil es vorgeschrieben ist.
In der ERA 2010, die in der StVO verankert ist, steht unter: 11.1.10 Sperrpfosten, Umlaufsperren und ähnliche Einbauten
Poller sind unzulässig, wo Verkehrsteilnehmer gefährdet oder der Verkehr erschwert werden kann. Sie müssen nachts und bei schlechten Sichtverhältnissen ausreichend erkennbar sein.’
Mängelliste mit 400 Hinweisen: Erfurt auf Fahrradfreundlichkeit überprüft

Radfahrende die in Dunkelheit übersehen werden sind selbst Schuld. Radfahrende die Poller übersehen sind schon wieder selbst Schuld.
Da liegt genau dieser Widerspruch, den wir anprangern.

Von Gotha bis zum Nordkap – Ein Reisebericht

Werbung für einen Reisebericht? Was soll dass denn?

Tja, der Vortragende hat sich überlegt um Spenden zu bitten, da kein Eintritt verlangt wird.  Die Spenden möchte er einer Fahrradinitiative übergeben.
Er ist auf uns gekommen, der Critical Mass Erfurt. Dafür bedanken wir uns jetzt schon.

Wir machen Werbung, weil es uns gefällt!

Montag 05.11. und 12.11.2018, 20.00 Uhr, Cafe Tikolor (aka Tiko), Wenigemarkt 5a, Erfurt.
Hier der Text zum Reisebericht, nur über Facebookveranstaltung zu lesen.

„Nach über 3400 km im Sattel, größtenteils über Stock und Stein, ist Martin („Sir Pedalot“) wieder zurück von seiner Abenteuerreise.
Da es anscheinend einige Interessierte gibt, wird er dazu im gemütlichen Beisammensein einen Vortrag bei uns veranstalten.
Neben vielen Bildern und Erlebnissen wird Martin auch sein komplettes Equipment im Gepäck haben, um uns einen ausführlichen Reisebericht vorzustellen.

Sir Pedalot betont schon mal:
Euch erwartet ein Reisebericht auf besonders unprofessionelle, dafür aber authentische und lockere Art, gespickt mit feinstem Thüringer Dialekt!
Falls Ihr also neugierig geworden seid und euch etwas inspirieren lassen wollt, seid ihr herzlich eingeladen. Eintritt frei!

PS: Bitte seid pünktlich!“

Weiter heißt es auf de Facebookseite des Cafe Tikolor (aka Tiko)

„+++ INFO +++

Guten Abend, Freunde!
35 Teilnahmen und 274 Interessierte.. Wir sind uns ein wenig unschlüssig, ob unser Platz nun ausreicht, oder nicht – unser Gastraum kann maximal 60 Leute fassen, voll bestuhlt..
Wir versuchen auf jeden Fall am Montag so viele Besucher wie möglich rein zu lassen, dass jeder entspannt Martin lauschen kann.
Sollte es dennoch zu voll werden, hat Martin sich bereit erklärt seinen Vortrag am darauffolgenden Montag nochmal zu halten.“

Kommt einfach zu einen dieser Termine. Ihr könnt uns auch so was spenden.
Zeit oder Kreativität wäre am Besten. Natürlich nehmen wir auch Geld.